Wenn wir pinkeln müssen, gehen wir gewöhnlich auf die Toilette und lassen es einfach laufen. Aber so einfach ist es dann doch nicht - das Pinkeln ist nämlich ein Wechselspiel zwischen Entspannung und Spannung, welches unbewusst abläuft.
Anfänglich löst sich
eine Grundspannung, die dafür verantwortlich ist, die Blase dicht zu
halten. Wenn man also urinieren will, muss man zunächst locker
lassen. Im Anschluss wird der Druck auf die Blase jedoch wieder
erhöht, damit der Schließmuskel sich öffnen kann. Dieses geschieht
mit Hilfe des Zwerchfells, welches unser wichtigster Atemmuskel ist.
Wir müssen also für kurze Zeit die Luft anhalten, damit die
Spannung auf Bauch, Becken und somit auf die Harnblase ausgeübt wird
- und dann können wir pinkeln.
Übrigens: Bei vielen Menschen
funktioniert dieses Überwinden des Widerstandes des Schließmuskels
nicht in öffentlichen Toiletten - dies wird dann "Syndrom der
schüchternen Blase" genannt. Betroffen sind etwa 30 Prozent der
Männer in Deutschland. Helfen kann eventuell ein einminütiges
Luftanhalten mit anschließendem Loslassen.
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