Die meisten Menschen, die bereits von Casanova gehört haben, wissen in der Regel, dass der in Venedig geborene Mann ein charmanter, aber skrupelloser Liebhaber war. Giacomo Casanova, der von 1725 bis 1798 lebte, erwähnte in seinen Memoiren 116 Geliebte, die er namentlich aufführte - Historiker schätzen jedoch, dass er noch viele weitere Affären einging. Doch dass Casanova die zahlreichen Frauen in ganz Europa schwach werden ließ, brachte ihm eine schillernde Karriere ein.
Im Alter von 18 Jahren erwarb Casanova einen Doktortitel
als Jurist. Nachdem er sich jedoch ironischerweise als Priester
versuchte, zog es ihn nach Rom, wo er bald den Papst für sich
gewinnen konnte. Dadurch hatte er die Möglichkeit, in die
vatikanischen Bibliotheken ein und aus zu gehen. Und über mehrere
Jahrzehnte hinweg arbeitete Casanova als Schriftsteller - er
beschäftigte sich mit philosophischen Streitfragen, schrieb neben
seiner Autobiografie sogar einen Science-Fiction-Roman und verfasste
Bücher über die Geschichte Venedigs.
Seine Rastlosigkeit war
ebenso dafür verantwortlich, dass er eine Zeitschrift herausgab und
sich als Orchestergeiger betätigte. Außerdem arbeitete Casanova als
Theaterdirektor wie auch als Leiter einer Manufaktur für
Seidenstoffe. Hatte Casanova mal kein Geld, war er sich auch nicht zu
fein, sich als Soldat durchzuschlagen.
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