Schon der Schmied aus vergangenen Zeiten bearbeitete beispielsweise ein glühendes Stück Eisen und tauchte es anschließend in einen Eimer Wasser, um es bewusst abzuschrecken. Schon damals stellte man nämlich fest, dass ein plötzliches Abkühlen dafür sorgt, Metall noch härter werden zu lassen. Und später dann, in den 1960er Jahren, entdeckte die Wissenschaft: Bei einer Temperatur von minus 185 Grad Celsius verdichtete sich rostfreier Stahl so enorm, dass sich die Molekularstruktur dauerhaft veränderte.
Beim kryogenen Härten
wird beispielsweise dieser Stahl für 24 Stunden einem "Kältebad"
ausgesetzt und anschließend allmählich wieder auf 148 Grad Celcius
erhitzt. Aufgrund des Erhitzens werden die Moleküle wieder aus ihrem
festen Gitter gelöst, wobei es jedoch zur Bildung einer neuen und
hochstabilen Kristallstruktur kommt. Stahl kann auf diese Weise
600-mal fester werden.
Kryogenes Härten ist somit ein
Prozess, der es ermöglicht, die Stabilität und somit die
Lebensdauer von stark beanspruchten Produkten, Werkzeugen und
Maschinen zu erhöhen.
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