Die Schrift, um die es in diesem Beitrag geht, besteht aus Buchstaben mit unförmig erscheinenden Proportionen und wird für Nummernschilder verwendet. FE-Schrift ist die Kurzform für "fälschungserschwerende Schrift", und wie der vollständige Name verrät, handelt es sich hierbei um eine Schrift, die es vor allem Kriminellen schwer machen soll, Kfz-Kennzeichen zu fälschen. Mit Hilfe der FE-Schrift ist es somit auch nicht möglich, aus beispielsweise einem F ein E oder aus einem P ein R zu machen, da jeder Buchstabe seine eigene Proportionen aufweist.
Dass es
überhaupt dazu kam, eine FE-Schrift zu entwickeln, hat mit
zahlreichen Banküberfällen und Anschlägen der damaligen RAF zu
tun. Die Bundesanstalt für Straßenwesen beauftragte damals den
Typografen Hansgeorg Hoefler, die heute verwendete FE-Schrift zu
designen. Und wenn man es ganz genau nimmt, ist die korrekte
Bezeichnung folglich auch Hoeflersche FE-Schrift. Übrigens verwendet
nicht nur Deutschland diese fälschungserschwerende Schrift, sondern
ebenso die Staaten Bosnien und Herzegowina, Südafrika, Kamerun,
Malta, Sri Lanka, Uruguay sowie Sierra Leone.
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